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Wir über das Projekt

Das Handlungsprogramm „Vielfalt-in-Bildung. Eine Schule für alle – jetzt!" hat am 1.11.2010 begonnen und wird am 31.10.2013 enden. Wir richten uns an alle Schulformen aus dem evangelischen und diakonischen Primar- und Sekundarbereich. Die aktive Zusammenarbeit mit den ausgewählten Modellschulen wird mit dem Schuljahr 2011/12 beginnen.

Bezug zur UN-Konvention

Mit der Unterzeichnung der UN-Konvention im März 2009, haben sich die Vertragsstaaten zu einer inklusiven Bildung und Erziehung in der Schule verpflichtet. Dabei unterscheidet die Konvention nicht zwischen öffentlichen und privaten Schulen, sondern bezieht sich auf die gesamte Schullandschaft. Wir sehen die Notwendigkeit, dass sich die Anzahl der Kinder und Jugendlichen mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf verringern und die gemeinsame Beschulung aller Kinder sich in den allgemeinbildenden Schulen erhöhen muss.

Ausgehendes Inklusionsverständnis

Unser Inklusionsverständnis wendet sich der Vielfalt von Menschen in ihren Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihren Stärken und Schwächen, physischen und psychischen Voraussetzung positiv zu. Unsere Bemühungen richten sich gegen die schulische Selektivität. Wir fordern eine allgemeine Pädagogik.

Inklusive Schulstrukturen zu schaffen, trägt maßgeblich dazu bei, gesellschaftliche Ausgrenzung zu reduzieren und Wertschätzung in einem respektvollen Umgang miteinander zu verankern. Es ist ein Ansatz zur umfassenden Bildungs- und Gesellschaftsentwicklung. Je eher alle Menschen gemeinsam lernen und leben, desto selbstverständlicher wird das Miteinander auch in späteren Lebensjahren und -bereichen. Schulische Erziehung und Bildung hat zum Ziel, individuelle Ressourcen und Kompetenzen zu entwickeln, zu fördern und zu erhalten. Junge Menschen müssen befähigt werden, durch eine eigenständige, Ich-Starke Persönlichkeit, am Leben der Gemeinschaft teilzunehmen und die Gesellschaft mitzugestalten. Dieses Recht hat jeder Mensch. Die volle gesellschaftliche Teilhabe ist mit der Achtung der Autonomie und der sozialen Wertschätzung eines jeden Kindes und Jugendlichen verbunden.

Projektabsichten

Das modellhafte Projekt will Handlungsempfehlungen für Politik (Gesetzgebung) und Praxis (Konzeptionen) entwickeln. Das setzt eine intensive Auseinandersetzung mit den Landesschulgesetzen voraus. Erste Ansätze wurden bereits im Positionspapier „Von der Integration zu Bildungseinrichtungen, für die Inklusion selbstverständlich ist" festgehalten. Dieses Papier gibt Empfehlungen zur Gestaltung inklusiver Bildung, die mit dem Handlungsprogramm konkretisiert werden. Es geht darum, die bestehenden Ansätze zu verstetigen und das Profil der „einen Schule für alle" einerseits als Markenzeichen evangelischer und diakonischer Schulen zu etablieren. Andererseits sollen aber auch die Erfahrungen aus dem Projekt einer großen (Fach-)Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Entwicklungen hin zu inklusiver Schulbildung möglichst breit angestoßen werden. Gemeinsam mit den Schulen zielen wir darauf ab, gegenüber der Bundes- und Landespolitik zu verdeutlichen, welche Rahmenbedingungen (gesetzlich, strukturell, organisatorisch, personell und finanziell) zu schaffen sind, um den Ansatz einer Schule für alle und ein freies Wahlrecht der Schulform zu verwirklichen.

Wir wollen die Modellschulen unterstützen, ein Schulprogramm zu verankern. Dieses soll allen Kindern und Jugendlichen eine gemeinsame Erziehung und Bildung sicher stellen, in der ihre individuelle, ganzheitliche Entwicklung gefördert wird. Dafür stellt das Projektteam den Schulen fachliche sowie formelle und informelle Ressourcen zur Verfügung. Wir unterstützen ihren eigenen Entwicklungsprozess durch eine schulbegleitende Moderation und die Bereitstellung einer Online-Plattform. Auf individuell vereinbarten Schulveranstaltungen werden wir unsere Arbeit auf die jeweiligen Bedürfnisse anpassen und abstimmen. Wir unterstützen die Modellschulen darin, dass sie ihre schulische und persönliche Fachlichkeit anwenden und konstruktiv in den Entwicklungsprozess einfließen lassen. Es ist ein gemeinsamer, kooperativer (Lern-)Prozess, der seine Impulse vor allem aus der jeweiligen Modellschule erfahren soll. Um dem Projekt einen wissenschaftlichen Charakter zu geben, werden wir die Modellschulen in regelmäßigen Abständen evaluieren und unsere Ergebnisse und Erkenntnisse in einem Abschlussbericht zusammenfassen.

Ausblick

Wir sind uns bewusst, dass der inklusive Schulentwicklungsprozess viel Engagement und ein anfangs erhöhtes Zeitaufkommen beanspruchen wird. Mit der Entwicklung zu einer Schule für alle Menschen, werden sich aber die anfänglichen, zeitintensiven Bemühungen in der pädagogischen Arbeit bemerkbar machen und den Schulalltag öffnen und stärken.

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Aktuelles

Das Projekt „Vielfalt-in-Bildung. Eine Schule für alle - jetzt!“ ist abgeschlossen. Die Projektdokumentation finden Sie hier.

 
Programmträger:
blaues Logo mit dem Schriftzug BeB Bundesverband evangelische Behindertenhilfe rot-weisser Schriftzug Aktion Mensch blauer Schriftzug Diakonie und Bildmarke Kronenkreuz